Umgebung
Rybical/ Rübezahl
Hinter dem Dorf erstrecken sich große Nadel- und Laubwälder. Man kann schöne, ausgedehnte Spaziergänge oder Fahrradausflüge machen. Wenn man Glück hat, kann man Rehe, Hirsche, Wildschweine oder kleinere, im Wald lebende, Tiere antreffen und beobachten und es besteht sogar die Chance, einem Elch zu begegnen.
Ziele in der näheren Umgebung könnten sein: Mrowki/ Försterei Skorupki/ Skorupki. Bis nach Mikolajki sind es 18 km.
Ryn/ Rhein
Am 7 km langen, bis zu 47 m tiefen und 1130 ha großen Jezioro Rynskie/ Rheiner See liegen die Ordensritterburg aus dem XIV. Jahrhundert und eine holländische Windmühle. Die Burg wurde mittlerweile zu einem Hotel umgebaut und in den alten Gemäuern befindet sich auch ein Restaurant und eine Bar. Ein tolles Ambiente – hier lohnt sich auf jeden Fall ein Besuch!
Mikolajki/ Nikolaiken
Im Sommer herrscht hier buntes Treiben. Viele Geschäfte und Restaurants laden zum Bummeln und Einkehren ein.
Von hier kann man Fahrten mit den verschiedenen Ausflugsschiffen machen.
Im Sommer finden regelmäßig Segelregatten statt.
Im Hotel Golebiewski gibt es neben vielen anderen Angeboten auch den Aquapark Tropicana, ein Schwimmbad mit reichlichen Attraktionen sowie eine Schlittschuhbahn (ganzjährig) und eine Sommerrodelbahn. Man hat die Möglichkeit, Golf zu spielen. Im Winter lockt der hoteleigene Skilift nicht nur Hotelgäste an.
Am Lucknainer-See befindet sich das UNESCO-Biosphärenreservat. Hier findet man 30 Säugetier- und über 175 Vogelarten. Etwa 1300 Höckerschwäne bilden die vermutlich größte Schwanenkolonie Europas.
Besonders empfehlenswert ist eine Kanufahrt auf dem zauberhaften träge dahinfließenden Flüsschen Krutynia/ Kruttinna. Das Wasser ist glasklar und stellenweise nur 30 cm tief. Man kann Muscheln und den Sand berühren, fährt durch den Nationalpark vorbei an raschelndem Schilf, glitzernden Birken und riesigen Erlen, wird begleitet von Schwänen und Enten. Natürlich hat man im Sommer diese Erfahrung nicht für sich allein. Aber auch das ist ein Erlebnis für sich. Wer den Fluss nicht selber erkunden möchte, lässt sich in flachen Booten den schönsten Abschnitt hinaufstaken. Im Dorf Krutyn/ Krutinnen kann man Souvenirs, Honig und allerlei Landestypische kaufen.
5 km südlich befindet sich eine Autofähre über den Beldahny-See (Juni-Sept.). Sie fährt nach Popielno/ Popiellnen, einer zoologischen Forschungsstation, die für die Rückzüchtung einer ausgestorbenen Pferderasse bekannt ist. Vier Herden der kleinen grauen Tarpane leben im angrenzenden Wald und sind mit ein wenig Glück zu beobachten. Man muss nicht mit der Autofähre zurück fahren, sondern kann auch über eine kleine Straße eine Fahrt nach Ruciane-Nida/ Niedersee machen.
10 km nordöstlich liegt Kadzidlowo/ Einsiedeln. Viele einheimische Tiere sind dort in einem Wildpark zu sehen. Manchmal werden die zweistündigen Führungen auch auf deutsch gehalten.
Ketrzyn/ Rastenburg
Wie Mragowo und Gizycko eine Kleinstadt mit Geschäften und Restaurants. In den Räumlichkeiten der Deutschordensburg ist ein Heimatmuseum untergebracht. Auch auf dem Weg Richtung Gizycko, ca. 7 km östlich der Stadt lohnt sich der Besuch der Owczarnia/ Schäferei. Die ist ebenfalls ein liebevoll eingerichtetes kleines Heimatmuseum, das anschaulich die ehemalige Wohnkultur Ermlands und Masurens darstellt.
Hitlers größtes Kriegsquartier, Wilczy Szaniec/ Wolfsschanze, ist wohl die bekannteste Gedenkstätte aus dem zweiten Weltkrieg hier in Masuren. Das Vorhandensein dieser, nach Kriegsende von den Russen gesprengten, Bunkerstadt hat die Umgebung und die Menschen nachhaltig geprägt.
Hier schlug am 20. Juli 1944 das, durch Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg geplante, Attentat auf Hitler fehl.
Mragowo/ Sensburg
Die Kleinstadt zwischen dem Jezioro Juno/ Juno-See und dem Jezioro Czos/ Schoss-See bietet neben einem Bauernmarkt (Mo.-Sa.) viele Geschäfte und Restaurants. Auch einige größere Supermärkte wie Kaufland oder Lidl sind hier zu finden.
Alljährlich am letzten Wochenende im Juli ist Mragowo der Treffpunk für Cowboys und andere Country-Begeisterte, denn dann findet hier das Internationale Picknick-Country-Festival statt.
Neuerdings gibt es ganzjährig die Westernstadt Mrongoville mit vielen Attraktionen, Saloon, Gefängnis, Bahnstation, Cowboys, Pferden, u.s.w. zu besuchen.
Unweit von Mragowo liegt Swieta Lipka/ Heiligelinde. Die 1687-1693 errichtete heutige Wallfahrtskirche besteht aus Basilika, Kreuzgang und Kloster und gehört zu den prunkvollsten Baudenkmälern des Spätbarocks in Polen. Man sollte sich nicht eins der vielen Orgelkonzerte entgehen lassen. Das Dorf um die Wallfahrtskirche besteht im Grunde nur aus Souvenirläden.
Im nahegelegenen Reszel/ Rössel kann man neben der gotischen Peter und Pauls-Kirche auch die gotische Bischofsburg mit dem gewaltigen Bergfried bewundern. Hier hatten die Bischöfe von Ermland in den Jahren 1350 bis 1450 ihren Sitz. Es gibt im Innenhof auch ein uriges Café und in der Galerie stellen Künstler ihre Werke aus.
Gizycko/ Lötzen
Eine weitere Kleinstadt mit Restaurants, Geschäften, wie z.B. Kaufland oder Lidl und auch einem Bauernmarkt. Besichtigen kann man hier die Twierdza Boyen/ Boyenfestung.
Die mächtige Wehranlage diente nach dem 1. Weltkrieg friedlichen Zwecken, nämlich der Käsereifung und der Champignonzucht. Hier finden im Sommer viele Veranstaltungen und Konzerte statt.
Auch sehenswert ist die drehbare Brücke am Kanal in der Innenstadt. Im Sommer gibt es einen festen Plan, entweder haben Autos, Radfahrer und Fußgänger das Glück über die Brücke zu gehen oder sie wird zur Seite gedreht, um der Schifffahrt die Durchfahrt auf dem Kanal zu ermöglichen. Ein Schauspiel, wenn dann die vielen Segler, die nur auf diesen Moment gewartet haben, die Leinen los machen und ihre Fahrt vom Jezioro Niegocin/ Löwentin-See zum Jeziore Kisajno/ Kisain-See oder umgekehrt fortsetzen.
Bei einer Bootsfahrt zur Kormoraninsel auf dem Jezioro Dobskie/ Doben-See kann man rund 1400 Exemplare dieser geschützen Vogelart beobachten.
Wegorzewo/ Angerburg
Die Seglerstadt ganz im Osten der Großen Masurischen Seenplatte bietet eine Ordensburg aus dem XIV. Jahrhundert und eine zwischen 1605 und 1611 erbaute Pfarrkirche mit der ältesten Orgel Masurens aus dem Jahre 1647.
8 km westlich der Stadt sind in Mamerki 30 unzerstörte Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg zu besichtigen.
In der Nähe liegt auch Sztynort/ Steinort. Es handelt sich um die ehemalige Residenz des Grafen von Lehndorff, der 1944 für seine Beteiligung am Hitlerattentat hingerichtet wurde. Das Schloss wird seit vielen Jahren restauriert, es ist, außer einer kleinen Ausstellung, nicht zu besichtigen, aber im Schlosspark kann man die berühmten 160 mächtigen Eichen bewundern.
Die älteste wurde um 1600 gepflanzt. Auf der Landzunge kann man Seeadler, Kormorane und Milane beobachten.
